Wie viel Fleisch ist nachhaltig?

Unser übermäßiger Fleischkonsum ist Mitverursacher für eine Vielzahl negativer Entwicklungen sowohl in Bezug auf das Klima als auch unsere Gesundheit. Die industrielle Massentierhaltung und Fleischindustrie haben so keine Zukunft und müssen dringend revolutioniert werden. Aber wenn die Reduktion unseres Fleischkonsums der Schlüssel ist, wie viel dürfen wir in Zukunft noch essen? Und was bedeutet das für unsere Ernährung?


Das Problem

Österreichs Nutztiere fressen jährlich 7 Mio. Tonnen Kraftfutter. Rund 600.000 Tonnen davon sind aus dem globalen Süden importiertes, oft genmanipuliertes Soja. Der Anbau von Futtermittel verursacht in den Ursprungsländern wie Südamerika und Asien eine Vielzahl an Problemen. Neben Treibhausgas Emissionen, das Abholzen von Regenwald und das Zerstören von Lebensraum bedrohter Tierarten. Die industrielle Fleischproduktion trägt aber nicht nur durch den Flächenverbrauch zum Klimawandel bei. Neben CO2 stoßen Wiederkäuer wie Rinder das Treibhausgas Methan aus, das wesentlich stärker auf das Klima wirkt als CO2. Das und vieles mehr macht Fleisch zu einem Ressourcen-intensiven und kostbaren Produkt, das wir in deutlich kleineren Mengen und am besten in Bio-Qualität konsumieren sollten. Laut der Konsumstatistik RollAMA hat Bio-Fleisch im österreichischen Lebensmitteleinzelhandel jedoch nur einen mengenmäßigen Anteil von 2,7 %, der Großteil stammt also aus konventioneller und damit auch aus Massentierhaltung.


Ein weiteres Problem: Während 11% der Menschheit an Hungernot leiden, stehen dem rund 2,2 Milliarden Menschen gegenüber, die übergewichtig oder fettleibig sind. Mit verantwortlich ist neben zu viel Zucker und Fett der viel zu hohe Fleischkonsum. Gesundheitliche Folgen sind das Risiko für Diabetes, Krebs und Herz-Kreislauf-Probleme. Eine Reduktion des Fleischkonsums birgt das Potenzial gleich mehreren Problemen unserer Zeit entgegenzuwirken. Zum einen das Krankheitsrisiko zu minimieren, Umwelt und Ressourcen zu schonen und zum anderen den Welthunger zu besiegen.


Weniger is(s)t mehr - 300g pro Woche sind genug!

Um den Planeten und die eigene Gesundheit zu schützen, gilt es als Gesellschaft an einem Strang zu ziehen. Ziel ist es den Fleischkonsum auf ein für die Umwelt und für uns gesundes Maß - 300g pro Person/Woche - zu reduzieren. Würden die Österreicher*innen nur 20% weniger Fleisch essen, könnten wir auf den Import von Soja als Futtermittel verzichten. Neben den negativen Aspekten trägt gerade aber das regenerative Bewirtschaften von Grünland/Weidetierhaltung auch einen Teil zum Erhalt unseres Ökosystem bei. Denn die Landschaftspflege durch Weidetiere kann die Artenvielfalt und gesunde Böden fördern, die als Wasser- und CO2-Speicher dienen. Deswegen sind wir der Meinung, dass sich nicht jeder vegetarisch ernähren und auf Fleisch verzichten muss, aber eben bewusster genießen muss.


Unsere 300g Rebelution

Eine Veränderung hin zu einem nachhaltigen Fleischkonsum setzt also voraus, dass wir in Zukunft deutlich weniger Fleisch essen. Derzeit essen wir Österreicher*innen im Schnitt rund 1,2 Kilogramm Fleisch/Woche, was dem drei- bis vierfachen der empfohlenen Menge entspricht. Und so lautet unsere Mission: 300g Fleisch - am besten in Bio Qualität - pro Woche sind genug!

Mit unseren 50:50 Produkten bieten wir eine Alternative auf einfache und genussvolle Art weniger Fleisch zu essen. Denn 300g Fleisch – am besten in Bio Qualität und aus regionaler Herkunft – sind so auch für Umwelt und Gesundheit verträglich. Ihr findet 300g klingt überschaubar? Dafür ist es dann etwas Besonders, das ihr in vollen Zügen genießen könnt.


Eine Empfehlung mit ähnlichen Mengen (300-450g pro Woche/Person) spricht auch die Österreichische Gesellschaft für Ernährung (ÖGE) aus. Ein radikales Umdenken fordert weiters auch die EAT-Lancet Kommission. In ihrem Fachmagazin “The Lancet”, einer der ältesten und renommiertesten medizinischen Fachzeitschriften veröffentlicht sie eine Studie, die zum Schutz der Umwelt und menschlichen Gesundheit dazu rät bis 2050 nicht mehr als 300g Fleisch pro Person/Woche zu essen. Das entspricht drei Hähnchenbrüsten, einem großen Steak, oder jeweils...


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Burger Bratwürstel Käsekrainer Faschiertes



Was jede/r einzelne von uns dazu beitragen kann?

Weniger Fleisch und tierische Lebensmittel insgesamt essen. Denn auch Milchprodukte wie Butter und Käse sorgen für hohe Treibhausgas Emissionen. Die gute Nachricht, es gibt viele Wege einen Beitrag zu leisten. Auch unsere 300g Rebelution ist nur ein Baustein von vielen, der dabei hilft Klima und Gesundheit zu schützen. Ob du dich die ganze Woche vegetarisch ernährst und dir am Sonntag ein saftiges Steak gönnst oder deinen Fleischkonsum mit unseren 50:50 Produkten reduzierst. Viele Wege führen zum Ziel.


Referenzen:

Greenpeace: How much meat should I be eating?, https://www.greenpeace.org.uk/news/how-much-meat-should-i-be-eating, 11.03.21


Quarks: Besser essen und das Klima schützen, https://www.quarks.de/gesundheit/ernaehrung/besser-essen-und-das-klima-schuetzen/, 11.03.21


Landschafftleben, https://www.landschafftleben.at/lebensmittel/milch/zukunftsreich/oekologische-aspekte, 11.03.21


Landschafftleben, https://www.landschafftleben.at/lebensmittel/schwein/herstellung/konsum#:~:text=Laut%20RollAMA%20haben%20Bio%2DFleisch,7%20und%201%2C6%20Prozent., 18.03.21


Fotoquellen:

Edson Saldaña, https://unsplash.com/photos/Ssb24Sick7E, 18.03.21


Skitterphoto, https://www.pexels.com/photo/cow-agriculture-beef-livestock-66400/, 18.03.21


Memed_Nurrohmad, https://pixabay.com/de/illustrations/burger-icon-hamburger-schnell-2013191/, 19.03.21


Über Rebel MEAT

Rebel MEAT hat es sich zum Ziel gesetzt den weltweiten Fleischkonsum mit Hilfe von köstlichen fleischreduzierten Produkten, zu minimieren. Dabei werden nur regionale und biologische Zutaten verwendet und regional produziert. Mehr dazu: https://www.rebelmeat.com/



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