• Johanna Strixner

Wie sich unser Fleischkonsum auf Klima & Umwelt auswirkt

Aktualisiert: Sept 10

Die Auswirkungen des steigenden Fleischkonsums sind gravierend, trotzdem stellt Fleisch nach wie vor eines unserer Hauptnahrungsmittel dar. Es wird in jedem Supermarkt zu teils viel zu günstigen Preisen angeboten. Doch was macht das mit unserer Umwelt, unserem Klima und müssen wir in Zukunft also auf Fleisch verzichten oder was gibt es dafür Alternativen? Hier erfährst du mehr!



Die Folgen des Fleischkonsum auf Klima & Umwelt

Österreichs Nutztiere fressen jährlich 7 Millionen Tonnen Kraftfutter. Je nach Futterart unterscheidet sich die benötigte Menge, um ein Kilogramm Fleisch zu erzeugen. So wird für die Erzeugung von einem Kilogramm Rindfleisch bis zu 25 kg Futter (Gras) benötigt. Doch auf Weiden darf ohnehin nur ein kleiner Teil (ca. 15-20%) der österreichischen Rinder fressen und die Menge des angebauten Soja reicht längst nicht aus. So werden jährlich bis zu 600.000 Tonnen gentechnisch verändertes Soja als Futtermittel importiert, für dessen Anbau oft Regenwald abgeholzt wird. Dabei gehen nicht nur wertvolle Pflanzen- und Tierarten verloren, es entstehen auch große Mengen an Treibhausgasemissionen. Der zusätzliche Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln zum Futtermittelanbau, die direkten Emissionen der Tiere und Transportwegen lassen Fleisch zu dem Lebensmittel mit der höchsten Klimabelastung werden.

In Anbetracht dessen, dass 795 Millionen Menschen (11 % der Menschen) an Hunger leiden erscheint es absurd, dass trotzdem 90% der Sojaproduktion und 30% der weltweiten Getreideernte an Tiere verfüttert werden und nicht als Nahrungsmittel für Menschen zur Verfügung stehen. Ein weiteres großes Problem im Zusammenhang mit unserem Fleischkonsum ist der übermäßige Einsatz von Antibiotika durch den die Gefahr besteht, dass sich antibiotikaresistente Keime entwickeln.

Darüber hinaus ist mehr als die Hälfte der Emissionen, die die österreichische Landwirtschaft erzeugt, auf die Nutztierhaltung zurückzuführen. In Summe erzeugt die Ernährung der ÖsterreicherInnen rund 12,5 Millionen Tonnen CO2. Aber die Nutztierhaltung belastet nicht nur unser Klima, sondern verursacht auch Wasserverschmutzung durch stickstoffhaltige Gülle und daraus resultierenden überschreitenden Nitratgrenzwerten im Trinkwasser.

Auf der anderen Seite fressen Nutztiere aber oft auch Gräser und Ernterückstände, die Menschen nicht essen würden. Außerdem ist Fleisch reich an wichtigen Nährstoffen wie Eiweiß und Eisen sein. Dennoch werden für die Produktion von tierischem Eiweiß meist mehr Land, Energie und Wasser verbraucht als für pflanzliches Eiweiß. So können mit den fleischreduzierten Produkten von Rebel MEAT bis zu 1,5kg CO2, über 1000 Liter Wasser und bis zu 100 m2 landwirtschaftliche Fläche im Vergleich zu einem herkömmlichen Burger-Patty aus Rindfleisch einspart werden!

Unterschiede in der Aufzucht

Je nach lokalen Klimabedingungen und der Art der Aufzucht kann es große Unterschiede hinsichtlich der Auswirkungen auf Klima & Umwelt geben. Zum Beispiel, wenn Rinder auf ohnehin bereits vorhandenen Weideflächen aufgezogen werden, die sonst nicht anderweitig genutzt würden. Anders sieht es in Ländern wie Bolivien und Brasilien aus, die zu den größten Rindfleisch-Exporteuren der Welt gehören. Dort wurden Millionen Hektar Regenwald gerodet, um Platz für die Fleischproduktion zu schaffen. Die Entscheidung in unseren Rebel MEAT Burger-Patties Bio-Rindfleisch aus Österreich zu verarbeiten ist uns daher leicht gefallen. Das unterstützt die lokale Bio-Landwirtschaft du schont durch kurze Transportwege die Umwelt!



Unterschiede in der Fütterung

Zum Anbau von Futtermittel wie Soja werden für die konventionelle Tierhaltung oft Regenwälder gerodet oder gentechnisch verändertes Saatgut eingesetzt. In diesem Zusammenhang gibt es Diskussionen darüber, ob Rinder, die auf Weiden gehalten werden und nur Gras fressen eine nachhaltigere Option darstellen. Auf der einen Seite regen die Rinder, die auf der Weide grasen, das Gras dazu an tiefere Wurzeln zu bilden und mehr Kohlenstoff zu binden. Auf der anderen Seite brauchen Gras fressende Rinder, aber auch länger an Gewicht zuzulegen. Das bedeutet, dass sie mehr Zeit damit verbringen, das Treibhausgas Methan in die Atmosphäre aufzustoßen. So ist im Moment nicht ganz klar ob Rindfleisch von Gras fressenden Rindern durchweg weniger klimaschädlich ist als konventionelles Rindfleisch von Kraftfutter fressenden Rindern. Was außer Frage steht ist, dass in der biologischen Landwirtschaft nur Bio-Futtermittel, vorzugsweise vom eigenen Betrieb oder aus der Region, verfüttert werden darf. So müssen für unsere Bio Burger-Patties keine Urwälder weichen und die regionale Landwirtschaft bleibt erhalten!

Müssen wir in Zukunft also auf Fleisch verzichten?

Nicht jeder der etwas für die Umwelt tun möchte muss von heute auf morgen VegetarierIn werden und auf (Fleisch)Genuss verzichten, aber (wieder) bewusster genießen. Es gibt auch Expertenstimmen, die der Meinung sind, dass ein nachhaltiges Ernährungssystem immer noch Tiere umfassen kann und sollte. Schließlich können Rinder und andere Nutztiere oft auf Weiden gehalten werden, die für sonstigen Anbau ungeeignet wären. Sie fressen Ernterückstände, die sonst ungenutzt bleiben würden und produzieren Dung, der als Dünger weiterverwendet werden kann. Darüber stellt die Tierhaltung für rund 1,3 Milliarden Menschen weltweit eine Lebensgrundlage dar. In vielen Ländern bieten Fleisch, Eier und Milch eine lebenswichtige Nahrungsquelle, wenn es keine guten Alternativen gibt. Aber es gibt auch Millionen von Menschen auf der ganzen Welt, die gegenwärtig bei Weitem mehr Fleisch - leider oft aus Massentierhaltung - essen, als sie für eine gesunde Ernährung benötigen. Deswegen sind wir der Meinung: Deutlich weniger Fleisch essen, dafür aus biologischer Haltung und von regionalen ProduzentInnen. Aus diesem Grund haben wir REBEL MEAT gegründet, denn mit unseren Produkten können Menschen auf genussvolle Art - ohne Verzicht und Kompromisse - weniger Fleisch essen

Weitere Wege für klimafreundlicheres Fleisch?

Fortschritte in der Tierzucht, der tierärztlichen Versorgung, der Futterqualität und den Weidesystemen tragen bereits dazu bei, den Klima-Fußabdruck von Tierhaltungsbetrieben zu verkleinern. Aber es ist noch viel Luft nach oben. Einige Wissenschaftler forschen sogar daran, wie Kühe weniger Methan ausstoßen können, indem sie dem Futter Seetang oder andere Zusätze beimengen. Doch keine dieser Bemühungen ersetzt die dringend notwendige Reduktion unseres Fleischkonsums. Da es dennoch unwahrscheinlich ist, dass die ganze Weltbevölkerung in absehbarer Zeit zu VegetariarInnen wird, können fleischreduzierte Produkte wie unser Rebel MEAT Bio Burger-Patty dazu beitragen, unseren Fleischkonsum bewusster und nachhaltiger zu gestalten.

Seit einigen Jahren wird an sogenanntem „Clean Meat“ (auch In-vitro-Fleisch) geforscht, das direkt aus Muskelzellen „gezüchtet“ wird. Aktuell ist es aber noch zu früh, sichere Aussagen zu positiven Umwelt- oder Gesundheitsauswirkungen von diesem treffen zu können. Also heißt es mal abwarten und REBEL MEAT Bio Burger genießen!

4 weitere Tipps wie du deinen Fleischkonsum reduzieren kannst, erfährst du hier!

Referenzen:

Global 2000: Fleischkonsum in Österreich; https://www.global2000.at/fleischkonsum-%C3%B6sterreich?gclid=EAIaIQobChMIis2T4tvK6wIVKSB7Ch2WJQUNEAAYASAAEgL20vD_BwE; 02.09.20


New York Times (2019): Your question about food and climate change, answered; https://www.nytimes.com/interactive/2019/04/30/dining/climate-change-food-eating-habits.html; 02.09.20


Über Rebel MEAT

Rebel MEAT hat es sich zum Ziel gesetzt den weltweiten Fleischkonsum mit Hilfe von köstlichen fleischreduzierten Produkten, zu minimieren. Dabei werden nur regionale und biologische Zutaten verwendet und regional produziert. Mehr dazu: https://www.rebelmeat.com/

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