• Johanna Strixner

8 Tipps, wie du die Welt einen "Bissen besser" machst

Aktualisiert: Nov 19

Du fragst dich was du als einzelne Person in Sachen Klimawandel schon groß bewirken kannst? So einiges! Und das geht schon bei unseren Ernährungsgewohnheit los. Wir von Rebel Meat verraten dir heute 8 Möglichkeiten, wie du die Welt mit einem Bissen ein kleines bisschen besser machen kannst.

Etwa 30% der globalen Treibhausgasemissionen stehen mit unserer Ernährung und der damit verbundenen Erzeugung, Verarbeitung, Lagerung, Beförderung, Kühlung und Zubereitung von Lebensmitteln im Zusammenhang. Ein Großteil des CO2 ist dabei auf die Massentierhaltung, Produktion von Futtermittel, Transporte, Pestizid-Einsatz und Überdüngung zurückzuführen. Gleichzeitig erscheint es absurd, dass ungefähr gleich viele Menschen an Übergewicht, wie an Hunger leiden. Dieses Ungleichgewicht wird jedoch auch maßgeblich durch unsere Ernährungsgewohnheiten beeinflusst. Dass jede einzelne unserer Kaufentscheidungen, die wir tagtäglich mehrfach treffen immense Auswirkungen auf unsere Umwelt haben, ist dabei längst kein Geheimnis mehr. Deswegen lohnt es sich gerade auch bei fast moving consumer goods (FMCG) wie Lebensmitteln Klimaschutz wie auch Tier- und Menschenrechte zu berücksichtigen. 8 Tipps wie das funktioniert gibt’s heute hier.


1. Biologische Lebensmittel

Lebensmittel aus ökologischer Landwirtschaft enthalten mehr Nährstoffe, dafür aber keine Pestizide oder Hormone, stehen für mehr Tierwohl und Artenvielfalt/Biodiversität und werden ohne der Verwendung von gentechnisch verändertem Saatgut oder Futtermittel hergestellt. Damit sind sie nicht nur umweltverträglicher, sondern du tust auch dir etwas Gutes. Welche Vorteile die biologische Landwirtschaft genau mit sich bringt und warum auch wir von Rebel MEAT für Bio brennen, erfährst du hier.


2. Regionale Lebensmittel

Ob im Supermarkt, Bio- und Hof-Laden oder Wochenmarkt, regionale Lebensmittel werden immer beliebter. Gerade in Zeiten von Corona gab es zwischenzeitlich einen regelrechten Ansturm auf die verschiedenen Bio-Kistl, die man sich sogar bis vor die Haustüre liefern lassen kann. Das Wissen wo’s herkommt, die Frische von Obst & Gemüse und weniger CO2 Ausstoß durch kurze Transportwege sind nur eine Auswahl vieler Vorzüge regionaler Lebensmittel. Auf markta.at, einem digitalen Bauernmarkt, kannst du dir deinen Einkauf mit regionalen Schmankerln individuell nach deinem Geschmack zusammenstellen und dir nachhause liefern lassen oder bei einer der markta Abholstellen abholen. Auch wir von Rebel MEAT setzen ganz bewusst auf 100% regionale Zutaten aus Österreich. Das schont durch kurze Transportwege die Umwelt und fördert die heimische Bio-Landwirtschaft.


3. Saisonale Lebensmittel

Erdbeeren & Co. zu jeder Jahreszeit, die einen Weg um die halbe Welt hinter sich haben? Das belastet durch hohen CO2-Ausstoß nicht nur das Klima, sondern geht oft auch noch auf Kosten des Geschmacks. Wir finden alles zu seiner Zeit. Wer heimische Lebensmittel dann genießt, wenn diese auch bei uns Saison haben, lernt sie ganz anders schätzen und sieht diese wieder mehr als etwas Besonderes an. So gibt es zu jeder Jahreszeit etwas anderes auf das man sich jedes Jahr wieder aufs Neue freuen kann. Und Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude. 😉

Welches Obst & Gemüse wann bei uns Saison haben, erfährst du hier.


4. Keine Lebensmittelverschwendung

Jährlich landen bis zu 521.000 Tonnen genießbarer Lebensmitteln im Wert von bis zu 800 Euro pro Haushalt im Mist. Das entspricht etwa der Hälfte der vermeidbaren Lebensmittelabfälle in Österreich, die direkt zu Hause entstehen. Dabei hat unnötige Lebensmittelverschwendung enorme Auswirkungen auf die Umwelt und die Vermeidung dieser könnte unseren gesamten Klimafußabdruck um bis zu 8 % senken. Ob die Nutzung der App to good to go, die richtige Lagerung von Lebensmitteln oder Restelverwertung-/kochen, jeder kann seinen Beitrag leisten. Mehr dazu, wie du unnötige Lebensmittelverschwendung vermeiden kannst, verraten wir dir hier mit unseren 10 Tipps!


5. Weniger Fleisch

Die Probleme, die mit der Fleischproduktion und unserem zu hohen Fleischkonsum einhergehen sind längst bekannt. So ist die (Massen)Tierhaltung und die damit verbundene Landwirtschaft für einen großen Teil der CO2-Emissionen verantwortlich. Dennoch fällt es vielen Menschen schwer auf Fleisch zu verzichten und ihre Ernährungsgewohnheit zu verändern. Neben der reinen Reduktion des Fleischkonsums, Fleischersatzprodukten auf pflanzlicher Basis oder dem kompletten Verzicht auf Fleisch, bieten wir von Rebel MEAT eine weitere Möglichkeit, mit der du auf genussvolle Art weniger Fleisch essen kannst. Unsere Produkte bestehen zu 50% aus Bio-Rindfleisch und zur anderen Hälfte aus hochwertigen pflanzlichen Zutaten (Bio-Kräuterseitlinge, Bio-Hirse und Bio-Gewürze). Ganz ohne Geschmacksverstärker und Zusatzstoffe - 100% Bio aus Österreich. Den ausführlichen Blogbeitrag mit 4 Möglichkeiten deinen Fleischkonsum zu reduzieren findest du hier.


6. Faire Lebensmittel

Auch wenn beim Fairen Handel faire Arbeitsbedingungen und leistungsgerechter Bezahlung vor allem von Bauern und ihren Familien im globalen Süden und damit soziale Faktoren im Fokus steht, finden sich dabei auch ökologische Standards wieder. Dazu zählen unter anderem die Förderung des Bio-Anbaus, umweltschonender Anbau, Schutz natürlicher Ressourcen und das Verbot gefährlicher Pestizide sowie der Verzicht gentechnisch verändertes Saatgut. Unterstützen kannst du das mit dem Kauf von Fair Trade Produkten oder im Weltladen.

7. Unverpackte Lebensmittel

Die vielen Unverpackt Läden und Greißler sagen dem ganzen unnötigen Verpackungswahnsinn, der einem im Supermarkt begegnet den Kampf an und erfreuen sich großer Beliebtheit. Im besten Fall werden durch verpackungsfreies Einkaufen wertvolle Ressourcen eingespart. Der Kauf unverpackter Lebensmittel macht vor allem dann Sinn, wenn diese ohnehin lange haltbar und unempfindlich sind, wie bei Mehl, Nudeln und ähnlichem. Bei Lebensmitteln mit hohem Produktionsaufwand, wie Fleisch oder Käse zahlt sich der Produktschutz in Form optimierter Verpackungslösungen aber trotzdem oft aus. Generell gilt, dass Verpackungen überall da vermieden werden sollen, wo diese für den Produktschutz oder andere Anforderungen nicht zwingend nötig sind. Wichtig ist dabei aber auch, dass durch das Weglassen der Verpackung nicht mehr Lebensmittelabfälle entstehen. Denn meist ist der Umweltnutzen durch vermiedene Abfälle 5 bis 10 Mal höher als der Umweltaufwand für die Verpackung. Eine Übersicht einiger Zero Waste Shops in Österreich findest du hier.

8. Selber garteln

Die gesündeste, nachhaltigste und umweltfreundlichste Ernährung wäre die der Selbstversorgung. Aber natürlich hat nicht jeder einen eigenen Bauernhof oder Garten zuhause. Das muss auch gar nicht sein, ein kleiner Kräutergarten auf der Fensterbank oder ein paar Tomatenpflanzen auf dem Balkon sind ja auch schon ein guter Anfang. Wer sich beim Urban Gardening/Farming austoben will, der kann sich in Gemeinschafts-/Nachbarschaftsgärten oder im Rahmen Solidarscher Landwirtschaft (SoLaWi) einbringen und für seine investierte Zeit frisches Obst und Gemüse ernten.



Further readings:

Global 2000 (2015): Ein Bissen besser: Ein Handbuch für Regenwald-RetterInnen; https://www.global2000.at/sites/global/files/Broschuere-Einen%20Bissen%20besser.pdf; 19.10.20


Referenzen:

Global 2000: Iss besser: Wie du dein Essverhalten und damit die Welt ändern kannst; https://www.global2000.at/iss-besser-wie-du-dein-essverhalten-und-damit-die-welt-%C3%A4ndern-kannst; 19.10.20


Denkstatt (2020): Lebensmittel – Verpackungen – Nachhaltigkeit: Neuer Branchen-Leitfaden fasst die Ergebnisse aus drei Jahren Forschungsarbeit zusammen; https://denkstatt.eu/publications/?lang=de; 19.10.20

Über Rebel MEAT Rebel MEAT hat es sich zum Ziel gesetzt den weltweiten Fleischkonsum mit Hilfe von köstlichen fleischreduzierten Produkten, zu minimieren. Dabei werden nur regionale und biologische Zutaten verwendet und regional produziert. Mehr dazu: https://www.rebelmeat.com/

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