• Johanna Strixner

10 Tipps gegen Lebensmittelverschwendung

Aktualisiert: Okt 1

Etwa die Hälfte der vermeidbaren Lebensmittelabfälle in Österreich entsteht direkt zu Hause. Jährlich landen dadurch bis zu 521.000 Tonnen an genießbaren Lebensmitteln und bis zu 800 Euro pro Haushalt im Mist. Eine unnötige Lebensmittelverschwendung mit enormen Auswirkungen: Nicht nur auf´s Geldbörsel, sondern auch auf die Gesellschaft, unsere Natur und unser Klima. Was du unnötige Lebensmittelverschwendung vermeiden kannst, erfährst du mit unseren 10 Tipps!



1. Too good to go

Die App to good to go ermöglicht es Bäckereien, Supermärkten, Restaurants und Hotels Essen, das über den Tag nicht verkauft wurde, zu einem vergünstigten Preis anzubieten. Dazu stellen sie verschiedenste, leckere, unverkaufte Speisen in der App online, User/Kunden können diese reservieren und bis kurz vor Ladenschluss vor Ort abholen. Die teilnehmenden Unternehmen helfen dadurch nicht nur Lebensmittelverschwendung zu vermeiden, sondern können so gleichzeitig auch ihre Bekanntheit in der Umgebung steigern. To good to go hilft mit ihrer App dabei dieses wichtige Thema auch nach außen sichtbar zu machen und die Gesellschaft noch mehr zu sensibilisieren, wie kostbar Lebensmittel sind. Also gleich App herunterladen und mitmachen, egal ob als Unternehmen oder Privatperson.


2. Unverschwendet

Das Wiener Startup Unverschwendet verarbeitet überschüssiges Obst und Gemüse, das sonst aus den unterschiedlichsten Gründen weggeworfen wird und setzt damit ein wichtiges Zeichen gegen Lebensmittelverschwendung. Das Obst & Gemüse ist etwas zu groß, zu klein, zum falschen Zeitpunkt reif, hat nicht die richtige Farbe oder ist einfach nur zu viel. Angeboten werden Produkte wie Marmelade, Sirup, Chutneys, Eingelegtes, Süß-Saures, Ketchup, Saucen und vieles mehr. Zusammengestellte Mischungen in Geschenkboxen eignen sich auch super als Mitbringsel. Ihr findet Unverschwendet direkt am Schwendermarkt, in deren Online Shop, bei diversen feinen Läden/Greißlereien, ausgewählten Merkur & Billa Filialen und den Prokopp Reformhäusern.


Setze auch du ein Zeichen um Lebensmittelverschwendung zu vermeiden und gib das nächste Mal doch krummen Karotten im Supermarkt eine Chance. Denn wenn wir mal ehrlich sind zählen doch die inneren Werte und nicht ob Obst & Gemüse perfekt geformt und makellos ist. 😉

3. Einkaufsliste

Was hast du noch zuhause, was muss bald aufgebraucht werden und wo brauchst du Nachschub? Die altbewährte Einkaufsliste - ob am Smartphone oder oldschool handgeschrieben auf einem Zettel - zahlt sich auch heute noch aus. Denn damit lässt man sich weniger zu Spontankäufen (Mengenrabatte oder billige Großpackungen) hinreisen und weniger dazu mehr einzukaufen als man braucht, sondern besorgt wirklich nur das, was man vorab notiert hat. Achte doch beim Obst & Gemüse auf Saisonalität & Regionalität, denn dieses hält erstens länger frisch und hat zweitens keinen langen Transportweg hinter sich, bei dem es beschädigt und damit schneller schlecht wird. Und sprecht euch doch unter Familien- und WG-Mitliedern ab, um doppelte Einkäufe zu vermeiden. Auch hier können gesharte Einkaufslisten per Apps hilfreich sein, über die bereits gekaufte Lebensmittel abgehakt werden können und auf die alle Beteiligten Zugriff haben.


4. Lebensmittel richtig lagern

Hier gibt es tatsächlich einiges zu beachten, denn nicht alle Lebensmittel eigenen sich dazu gleich oder sogar miteinander gelagert zu werden. So beschleunigen einige Obst-/Gemüsesorten beispielsweise den Reifungsprozess von anderen und sollten daher getrennt gelagert werden. Kartoffeln und Zwiebeln etc. sollten beispielsweise trocken und nicht zu kalt aufbewahrt werden, aber auch Tomaten und Zitrusfrüchte sind kälteempfindlich. Die Haltbarkeit von angeschnittenem Obst und Gemüse kannst du auf einfache und nachhaltige Weise mit Bienenwachstüchern verlängern, und so unnötige Lebensmittelabfälle vermeiden. Und das ganz ohne dabei auf die übliche Frischhaltefolie aus Kunststoff zurückgreifen zu müssen. Einige weitere Tipps zur richtigen Lagerung der verschiedenen Lebensmittel und wie du damit Lebensmittelverschwendung vermeiden kannst, findet du auch hier!

5. Mindesthaltbarkeitsdatum checken

Das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) ist nur ein Schätzwert des Herstellers, bis wann Produkte die optimale Qualität beibehalten. In den meisten Fällen sind Lebensmittel aber auch danach noch genießbar und haben eventuell nur etwas an Geschmack oder Konsistenz eingebüßt. Verwende deine Sinne, um zu beurteilen ob ein Produkt mit Mindesthaltbarkeitsdatum noch essbar ist. Sieht das Produkt so aus, wie es aussehen soll und riecht auch so? Schmeckt das Produkt so wie es schmecken soll, dann hat es den Qualitätscheck bestanden und ist auch nach dem Mindesthaltbarkeitsdatum noch einwandfrei genießbar und definitiv zu gut für die Tonne!

Das "MHD" ist nicht mit dem "Verbrauchsdatum" zu verwechseln, das bei leicht verderblichen Produkten, wie z.B.: Faschierten, verwendet wird. Nach abgelaufenen Verbrauchsdatum können diese Lebensmittel gesundheitsgefährdend sein und dürfen nicht mehr verzehrt werden.


6. Mahlzeiten planen

Bevor es ans Kochen geht, solltest du die Lebensmittel im Kühlschrank auf ihr MHD prüfen und dementsprechend verwerten. Ein einfaches System im Kühlschrank (first in first out) bei dem die Lebensmittel, die als erster ablaufen vorne stehen und die anderen weiter hinten, kann dabei hilfreich sein. Gerade beim Kochen neuer Rezepte lohnt es sich die Mengen stets für die benötige Personenanzahl/Portionen umzurechnen. Bleibt doch einmal etwas übrig, lässt es sich vielleicht noch für ein tolles "Resterl-Rezept", die morgige Mittagspause verwenden oder durch Einfrieren beziehungsweise Einkochen länger haltbar machen.


7. Bananabread & Nicecream

Um Lebensmittelreste zu verwerten, lässt sich aus angebrochenem, übrig gebliebenem und leicht welkem Obst und Gemüse so gut wie immer noch etwas zaubern. Gerade Gerichten wie Suppen, Pizzabelag oder Smoothies sieht man ja nicht mal an, dass die Zutaten nicht mehr die Frischesten waren. So eigenen sich überreife/braune Bananen beispielsweise perfekt um mit Resten zu kochen/backen. Das Ergebnis: Bananenbrot und Nicecream.


8. (Lebensmittel)Abfall im Restaurant vermeiden

Als Restaurantbesucher sind wir für rund ein Viertel der vermeidbaren Lebensmittelabfälle in der Gastronomie verantwortlich. Das muss wirklich nicht sein, also warum bei kleinem Hunger nicht nur eine kleine Portion bestellen, eine große Portion teilen oder den Rest - in einer mitgebrachten Lunch-Box – einpacken lassen. So ist dir dein Mittagessen für den nächsten Tag oder ein Snack für den kleinen Hunger zwischendurch schon sicher.

9. Iss mich!

Iss mich! bietet Catering und Büroverpflegung an und verkocht dafür 100% bio, großteils regionales Gemüse, das es nicht in den Handel schafft weil es zu groß, zu klein oder verformt sind und somit nicht der Norm entspricht. Damit leistet iss mich! einen wichtigen Beitrag zur Reduktion von Lebensmittelabfällen. Alle Speisen werden in WECK Gläser gefüllt und von iss mich! zurückgenommen, so entsteht neben Lebensmittel- auch kein Verpackungsmüll.

10. foodsharing

foodsharing ist eine Initiative, die sich gegen Lebensmittelverschwendung engagiert. Dabei werden ungewollte und übrige Lebensmittel in privaten Haushalten, sowie von kleinen und großen Betrieben „gerettet“. Über ihre Online Plattform bietet foodsharing die Möglichkeit eigene überschüssige Lebensmittel kostenlos anzubieten oder bei anderen abzuholen. Darüber hinaus gibt es sogenannte Fairteiler als „Umschlagsplatz“ zu denen du übrige Lebensmittel bringen und von dort auch gratis mitnehmen kannst. Die Fairteiler sind an gut zugänglichen Orten wie in privaten oder kommunalen Räumen, auf dem Uni-Gelände, in Vereinsräumen uvm. zu finden. Alle Fairteiler in Wien sind hier aufgelistet.


Further readings:

Den ausführlichen Bericht vom WWF zum Thema Lebensmittelverschwendung in Österreichischen Haushalten findest du hier.


Referenzen:

WWF (2020): Teller statt Tonne – Lebensmittelverschwendung in österreichischen Haushalten; https://www.wwf.at/de/view/files/download/showDownload/?tool=12&feld=download&sprach_connect=3601; 09.09.2020

Über Rebel MEAT

Rebel MEAT hat es sich zum Ziel gesetzt den weltweiten Fleischkonsum mit Hilfe von köstlichen fleischreduzierten Produkten, zu minimieren. Dabei werden nur regionale und biologische Zutaten verwendet und regional produziert. Mehr dazu: https://www.rebelmeat.com/

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